«Wie geht es dir?» – Floskel oder echte Frage?

Wir hören sie täglich – aber meinen wir sie auch so? Drei Perspektiven zeigen, wie unterschiedlich die Frage «Wie geht es dir?» erlebt wird: als oberflächliche Begrüssung, als Türöffner in der Sprechstunde oder als Einladung zu echtem Austausch unter vertrauten Menschen. Der Beitrag regt dazu an, genauer hinzuhören – und ehrlicher zu fragen.

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«Wie geht es dir?» – mit dieser Frage begann auch die Begegnung mit Esther Pauchard am 3. April 2025 in der Kirche Glockental. Die Psychiaterin und Autorin sprach über psychische Krisen, über Selbstverantwortung, verpasste Diagnosen – und darüber, warum man nicht alles therapieren muss.

Ein kluges, ehrliches und berührendes Gespräch über das Menschsein in einer Welt, die oft zu viel will – und manchmal zu wenig hält. Jetzt zum Nachhören als Podcast.

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Linn Zurflüh übernahm schon als Kind Verantwortung für ihre psychisch und körperlich erkrankte Mutter – und verlor dabei sich selbst fast aus dem Blick. Im Rahmen des Generationenforums «Am Anschlag – Reden wir darüber» erzählt sie offen von ihrer Kindheit als Young Carer, der späten Erschöpfung und dem schwierigen Weg zurück zu sich selbst.

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Ein Ort, der verbindet

Manchmal sind es genau diese kleinen, regelmässigen Begegnungen, die unser Leben reicher machen. Eine Stimme aus dem Offenen Höchhus bringt es auf den Punkt – was Gemeinschaft bedeuten kann, wenn man sich willkommen und verstanden fühlt: 

«Ich bin sehr froh, dass ich durch das ‹Zäme spile› im Offenen Höchhus gelandet bin. Niemand wird ausgeschlossen, die Runde ist friedlich, es wird viel gelacht – und es entsteht etwas, das über die Treffen hinausgeht. Ich freue mich jedes Mal, wenn ich kommen kann, auch wenn der Weg etwas weiter ist. Denn ich gehe immer fröhlich nach Hause. Egal, zu welcher Generation du gehörst – du wirst einfach verstanden.

Das Offene Höchhus ist ein Ort, an dem ganz unterschiedliche Menschen mit ihren Geschichten und Eigenheiten zusammenkommen, voneinander lernen und sich amüsieren können – ganz ohne Verpflichtung. Ich kenne viele, viele kennen mich – daraus entsteht ein echtes Zugehörigkeitsgefühl.

Ich bin sehr froh, das Offene Höchhus für mich entdeckt zu haben.»

Vielleicht sind sie euch schon aufgefallen – die hübschen Säckchen mit den knusprigen selbstgemachten Saaten-Crackern. Das Rezept stammt von Daniela Brandinu, Engagierte im Offenen Höchhus, und wurde mit viel Sorgfalt entwickelt.

Unser Fazit: mega fein – und wir hoffen, ihr findet das auch!

Seit ein paar Wochen treffen sich Verena Nietlispach (81) und Manuela Reichenbach (47) regelmässig zum Tipptraining. Verena bringt als Freiwillige bei UND Generationentandem ihre Erfahrung ein, Manuela ist im Rahmen der Arbeitsintegration bei UND dabei – und lernt fleissig das Zehnfingersystem. Verena erklärt, Manuela übt, beide lachen zwischendurch. Ein Generationentandem, wie es im Buche steht.

Bei UND Generationentandem sprechen wir oft von Teilhabe – aber was genau meinen wir damit?

Um unser Verständnis zu schärfen, war Christof Trachsel von der SILEA bei uns zu Besuch. Seine Botschaft: Teilhabe heisst, Menschen so einzubeziehen, dass sie sich sicher, selbständig und verbunden fühlen. Es braucht dafür den richtigen Ort, die passende Aktivität – und erst dann die passende Unterstützung. Inspirierend ist sein Gedanke, dass zur Teilhabe immer auch Teilnahme und Teilgabe gehören.

Wir bleiben dran – und möchten Teilhabe bei UND Generationentandem noch konkreter leben.

Anmeldung und weitere Informationen: 

Programm