Liebe Freund:innen
Einsam zu sein ist nicht dasselbe wie allein zu sein. Alleinsein kann gewünscht sein – ein Rückzug zu uns selbst. Einsamkeit dagegen wählen wir nicht: Sie passiert uns, sie isoliert uns. Sind wir einsam, wenn wir resignieren? Oder wenn wir nicht mehr gefragt werden?
Wir fühlen uns scheinbar frei in ländlicher Abgeschiedenheit oder städtischer Anonymität – und doch auch dort einsam. Dahinter stehen menschliche Grundbedürfnisse wie Kontakt und Zugehörigkeit, die ungenügend erfüllt werden.
Wie verstehen wir Einsamkeit – als individuelles Empfinden oder als gesellschaftliches Problem? Welche Wege im Umgang damit stehen uns offen – individuelle Strategien oder auch gemeinsame, politische Antworten?
Sicher ist: Wir sind aufeinander angewiesen. Einsamkeit muss als gesellschaftliche Herausforderung gedacht werden. Es braucht neue Orte und neue Kulturen der Begegnung.
Über «neue (Gem)einsamkeiten» sprechen wir auch am nächsten Generationenforum am 8. Mai im Quartierzentrum Lerchenfeld. Wir würden uns freuen, euch dort zu sehen!
Alina Gerber (35)
Vorstandsmitglied von UND Generationentandem