Liebe Freund:innen
Wenn wir heute in die Geschichtsbücher blicken, staunen wir oft darüber, wie prägend die Entscheidungen vergangener Generationen waren. Wir lesen über Industrialisierung und Sozialstaat, über Kriege und Friedensbewegungen, über Menschen, die Weichen gestellt haben – mit Folgen, die bis in unsere Gegenwart reichen.
Eines Tages werden auch künftige Generationen auf unsere Zeit zurückschauen (müssen). Was werden sie über uns lesen? Werden sie uns vorwerfen, dass wir zu zögerlich waren? Oder werden sie sehen, dass wir Verantwortung übernommen haben – für sie, die wir nie kennenlernen werden?
Genau hier setzt der Ururenkel:innen-Test an, den wir in unserer Charta festgehalten haben. Er erinnert uns daran: Unsere Ururenkel:innen haben ein Recht auf Leben und ein Recht auf ihre eigenen Entscheidungen. Wir dürfen ihre Zukunft nicht verbauen, sondern müssen sie offenhalten. Das heisst: Wir prüfen unser Handeln auf seine Zukunftsfähigkeit – sozial, ökologisch und ökonomisch. Nicht alles, was uns heute nützt, wird auch morgen noch tragen. Aber alles, was wir mit Blick auf kommende Generationen tun, hat Bestand.
Bei UND Generationentandem versuchen wir, diese Haltung im Alltag zu leben – im Dialog der Generationen, im Teilen von Wissen, im gemeinsamen Gestalten. Kleine Schritte, die zusammengenommen eine grosse Wirkung haben: Damit die Geschichtsbücher hoffentlich einmal nicht nur von Krisen erzählen, sondern auch davon, wie wir über unsere eigene Zeit hinausgedacht haben.
Rebekka Flotron (30)
Mitarbeiterin Kommunikation und Redaktion