Wer beteiligt sich? Wer bleibt fern? Und wer gehört überhaupt dazu?

Diese Fragen begleiten uns nicht nur rund um Wahlen. In unseren Texten und Podien greifen wir sie immer wieder auf. Drei Beispiele aus unserer Redaktion.

Insekten an die Macht? 

Wer gehört in einer Demokratie eigentlich dazu? Nur die Menschen – oder alle Lebewesen?

Wir sprachen vor einigen Jahren einmal mit Marianne Ramsay-Sonneck vom Berliner Verein «Organismendemokratie». In sogenannten Parlamenten vertreten Menschen die Interessen von Würmern, Pilzen oder Schmetterlingen. Ein ungewöhnlicher Blick auf Teilhabe und darauf, wie sich Demokratie weiterdenken lässt.

Zum Lesen: Hier.⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠

Warum gehen wir nicht wählen? 

Demokratie lebt vom Mitmachen. Doch die Wahl- und Stimmbeteiligung ist auf allen politischen Ebenen, insbesondere auf kantonaler Ebene, tief. Woran liegt das?

Am Politpodium «Politik ohne Volk?» diskutierten im April 2023 Fachpersonen und Politiker:innen über Zufriedenheit, Überforderung, politische Bildung und darüber, was es braucht, damit sich mehr Menschen beteiligen.

Zum Schauen: Hier.⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠

Frauen links, Männer rechts?

Demokratie lebt von Beteiligung. Doch sie lebt ebenso davon, mit Unterschieden umgehen zu können.

Vor knapp einem Jahr, am Politpodium «Frauen links, Männer rechts?» wurde deutlich, wie sich politische Haltungen junger Frauen und Männer auseinanderentwickeln und wie wichtig Gesprächsräume bleiben.

Zum Hören: Hier.

Wo Demokratie Raum findet

In vielen Ländern, in denen öffentliche Debatten eingeschränkt sind, verlagert sich politische Diskussion in private oder halböffentliche Räume. Bars, Cafés oder Teehäuser werden zu Orten, an denen Menschen Informationen austauschen, Kritik formulieren und Vertrauen aufbauen. Nicht weil sie dafür vorgesehen sind, sondern weil sie zugänglich sind.

Demokratie braucht solche zugänglichen Orte. Räume, in denen man ohne Eintritt, ohne Mitgliedschaft und ohne Verpflichtung ins Gespräch kommen kann.

Auch unser Begegnungszentrum funktioniert so. Vor und nach einem Podium wird weiterdiskutiert. Positionen werden erklärt, hinterfragt, manchmal auch korrigiert. Unsere Gastronomie ist kein politisches Programm. Aber sie schafft die Bedingungen, unter denen Austausch möglich wird.

Wer übernimmt Verantwortung?

Am Donnerstag waren Rebekka Flotron und Hansruedi Braunschweiler am Gymnasium Thun am Parteienmärit des Jugendparlaments Stadt Thun zu Gast. Neben Parteien, dem Jugendparlament und easyvote waren auch wir mit einem Stand dabei.

Mit einem einfachen Spiel haben wir die Frage gestellt, wie Geld verteilt werden soll. Die Schüler:innen setzten Prioritäten – und damit wurde schnell sichtbar, worum es in der Politik geht: um Entscheidungen, Verantwortung und die Folgen davon.

Demokratie lebt davon, dass Menschen sich mit solchen Fragen auseinandersetzen. Wählen ist eine Form davon. Sich freiwillig zu engagieren eine andere. Beides gehört zusammen.

Innovation ⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠

Gespräch statt Schlagabtausch

Wenn wir von Innovation sprechen, meinen wir soziale Innovation. Also die Frage, wie wir Zusammenleben organisieren, Verantwortung verteilen und Beteiligung ermöglichen.

Unser Wahlforum vom 23. Februar 2026 war deshalb für einmal bewusst kein klassisches Podium. Stattdessen haben wir Gesprächsrunden organisiert. Die Kandidierenden wechselten von Tisch zu Tisch. Jede Person im Raum sprach im Laufe des Abends mit Vertreter:innen aller Parteien.

Die Konsequenz: Niemand blieb unter Gleichgesinnten, niemand konnte sich nur dem eigenen Publikum stellen.

Dieses Format führt nicht zwingend zu Einigkeit. Aber es führt zu Klarheit. Wer politisch Verantwortung übernehmen will, muss zuhören können und verständlich argumentieren.

Gerade in Zeiten, in denen politische Debatten schnell polarisieren, verstehen wir solche Gesprächsformen als Beitrag zu einer lebendigen demokratischen Kultur.

Digitale Teilhabe ⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠

Kantonale Politik erklärt

Digitale Plattformen sind längst mehr als Unterhaltung. Sie sind Wissensspeicher. Wer gezielt sucht, findet auf YouTube Erklärungen, Einordnungen und Hintergrundinformationen – auch zu politischen Fragen.

So stellt der Kanton Bern auf seinem YouTube-Kanal kurze Videos zur Verfügung, die verständlich erklären, was der Grosse Rat und der Regierungsrat eigentlich machen und welche Aufgaben sie haben.

Gerade vor den Grossratswahlen kann es hilfreich sein, sich digital einen Überblick zu verschaffen.

Zum Kanal: Hier. ⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠

Digital dazulernen

Digital reisen im In- und Ausland
Donnerstag, 26. März 2026, 19 Uhr | Begegnungszentrum 
hilfe@generationentandem.ch | 079 836 09 37     
Kosten: 30 Franken pro Kurs (für Mitglieder: 20 Franken)
Weitere Kurse: Hier.

Café digital
Donnerstag, 2. April 2026, ab 16 Uhr | Begegnungszentrum

Theater in Thun präsentiert

Melody, nach dem Roman von Martin Suter
Sonntag, 15. März 2026 | 17 Uhr | KKThun

In einer Villa am Zürichberg wohnt Alt-Nationalrat Dr. Stotz, umgeben von Porträts einer jungen Frau. Melody war einst seine Verlobte, doch kurz vor der Hochzeit – vor über 40 Jahren – ist sie verschwunden. Bis heute kommt Stotz nicht darüber hinweg. Davon erzählt er dem jungen Tom Elmer, der seinen Nachlass ordnen soll. Zusammen mit Stotz' Grossnichte Laura beginnt er, Nachforschungen zu betreiben, die an ferne Orte führen – und in eine Vergangenheit, wo sich Wahrheit und Fiktion gefährlich nahe sind. Eine Produktion des Theater Rigiblick Zürich. 

Um 16.15h findet eine Stückeinführung statt.

Omatrick von Charles Lewinsky
Samstag, 21. März 2026 | 19.30h | KKThun

Mit scharf­sinnigem Witz und un­erwarteten Wendungen ent­faltet sich ein humorvolles Duell der Generationen.Ein junger Mann besucht im Auftrag seines Vor­gesetzten dessen senile Mutter im Alters­heim. Er soll sich die Unter­schrift der Dame auf einem rück­datierten Kauf­vertrag beschaffen, damit sein Chef in den Besitz ihres Hauses kommt. Dabei gibt sich der Angestellte als ihr Enkel aus.Doch die ältere Dame ist nicht im Entferntesten so passiv, wie an­ge­nommen. Redselig und un­nachgiebig ver­wickelt sie den Angestellten in Gespräche.Die Sache nimmt ihren Lauf … 

Eine Produktion des Theater überLand CH-Autorentheater Langenthal

La Bohème, Oper von Giacomo Puccini
Samstag, 02. Mai 2026 | 19.30 Uhr | KKThun

In La Bohème entfaltet sich eine berührende Geschichte über das Leben und die Liebe im Paris des 19. Jahrhunderts. Es ist Heiligabend in Paris. Vier Freunde sitzen mit leeren Mägen und leeren Geldbörsen in einer ungeheizten Mansarde und sprühen doch vor lauter Lebenslust. Nachdem Marcello, Schaunard und Colline ins Café Momus weitergezogen sind, bleibt Rodolfo allein zurück. Da klopft seine Nachbarin Mimì an die Tür. Einzig die sofort auf-flammende Liebe zwischen den beiden vermag ihre eisig kalten Hände zu wärmen ... Doch für wie lange?

Eine Produktion des Theater Orchester Biel Solothurn. Um 18.45 Uhr findet eine Stückeinführung statt.

Dieses Inserat ist Teil eines Tauschgeschäfts: Wir durften in der Broschüre des Theater in Thun inserieren – das Theater in Thun dafür bei uns im Newsletter. Es fliesst kein Geld, nur Inhalte.