Liebe Freund:innen
Heute ist Abstimmungssonntag. Die Schweiz hat entschieden: 62 Prozent lehnen die SRG-Initiative ab, 71 Prozent die Klimafonds-Initiative. Angenommen werden die Individualbesteuerung mit 54 Prozent Ja und der Gegenentwurf zur Bargeld-Initiative mit 73 Prozent Ja.
Was Abstimmungen so besonders macht: Am Ende steht nur Ja oder Nein. Davor aber liegt ein politischer Prozess voller Grautöne, Interessenskonflikte und Kompromisse. Die Entscheidung wird an der Urne zugespitzt, obwohl Politik im Alltag meist vom Aushandeln lebt. Und auch das gehört zur Demokratie: Nicht alle beteiligen sich. Bei diesen Abstimmungen lag die Stimmbeteiligung bei rund 55 Prozent. Über politische Beteiligung und die Frage, warum Menschen sich einbringen oder fernbleiben, haben wir auch an unserem Podium «Politik ohne Volk?» diskutiert.
Demokratie endet nicht mit einer einzelnen Vorlage. Sie setzt sich fort in der Frage, wer Verantwortung trägt und wer mitgestaltet.
In wenigen Wochen wählt der Kanton Bern seinen Grossen Rat. Auch der Wahlkreis Thun, in dem UND Generationentandem hauptsächlich wirkt, entscheidet, wer die Region in den kommenden vier Jahren im Kantonsparlament vertritt. Welche Themen erhalten Gewicht? Welche Anliegen finden Gehör?
Als politisch unabhängige Organisation geben wir keine Wahlempfehlungen ab. Aber wir schaffen Räume für Austausch. An unserem Wahlforum vom 23. Februar wurde das ganz konkret: In kurzen Speeddating-Runden wechselten die Kandidierenden von Tisch zu Tisch und kamen direkt mit den Besucher:innen ins Gespräch. So konnten Positionen nicht nur präsentiert, sondern auch nachgefragt, eingeordnet und verglichen werden.
Am Montag, 16. März 2026, führen wir dieses Gespräch weiter. Beim Wahlpodium im Begegnungszentrum diskutieren Kandidierende verschiedener Parteien darüber, wie Thun im Grossen Rat vertreten werden soll.
Demokratie lebt vom Entscheiden. Und vom Mitdenken davor.
Rebekka Flotron (31)
Mitarbeiterin Kommunikation und Redaktion
P.S. Demokratie lebt nicht nur von Abstimmungen und Wahlen, sondern auch davon, Verantwortung gemeinsam zu tragen. Einen Einblick, wie das bei UND Generationentandem aussieht, gibt unser Rückblick auf die Hauptversammlung: Hier.