Im Wahlkreis Thun geht es nicht nur um Namen, sondern um politische Prioritäten. Unsere Beiträge bieten Orientierung – und laden dazu ein, sich eine eigene Meinung zu bilden und mitzureden.

Wofür stehen die Parteien?

Neun Listen, 16 Sitze, viele grosse Themen: Am Wahlpodium von UND Generationentandem in Steffisburg diskutierten Kandidierende aus dem Wahlkreis Thun über Bildung, Kaufkraft, Klima, Zuwanderung, Sicherheit und Finanzen.

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Wahlkreis Thun: Wer wird abgewählt?⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠

Wer im Wahlkreis Thun antritt, wer gute Chancen hat und wessen Sitz wackelt, ist nicht einfach zu beantworten. In seiner Analyse ordnet Elias Rüegsegger (31) die Ausgangslage der Parteien ein, zeigt mögliche Sitzgewinne und fragt, wo es am 29. März besonders spannend werden könnte.

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Warum uns die Grossratswahlen mehr kümmern sollten⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠

Kantonale Politik wirkt oft weniger sichtbar als Bundespolitik – obwohl sie unseren Alltag in vielen Bereichen direkt prägt. In diesem Beitrag geht es darum, warum die Grossratswahlen mehr Aufmerksamkeit verdienen und weshalb politische Orientierung auf kantonaler Ebene wichtig ist.

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Wusstest du?

Im Kanton Bern ist gesetzlich geregelt, dass Gastgewerbebetriebe mit Alkoholausschank mindestens drei alkoholfreie Getränke günstiger anbieten müssen als das billigste alkoholhaltige Getränk in derselben Menge. Damit soll verhindert werden, dass jemand aus Preisgründen zu Alkohol greift.

Für uns ist das ein anschauliches Beispiel dafür, wie nah Kantonspolitik am Alltag ist. Sie prägt nicht nur grosse politische Linien, sondern auch konkrete Regeln für Orte, an denen Menschen zusammenkommen. Gerade als Begegnungszentrum finden wir diese Perspektive spannend: Auch Gastlichkeit und öffentlicher Austausch haben politische Rahmenbedingungen.

UND Generationentandem im Grossen Rat? 

Wusstest du, dass zwei Engagierte von UND Generationentandem aktuell für den Grossen Rat des Kantons Bern kandidieren? Wir haben  Lea Schütz (23) und Alois Studerus (63) drei Fragen zu ihrer Kandidatur gestellt.

Warum bist du bei den Grossratswahlen dabei?
Lea Schütz: Ich bin schon lange politisch aktiv und finde das Engagement junger Menschen sehr wichtig. Junge Leute sollen auch junge Menschen wählen können, die sich für eine lebenswerte Zukunft einsetzen. Genau dafür kandidiere ich.
Alois Studerus: Mein Einsatz gilt für Die Mitte, weil ich überzeugt bin, dass es lösungsorientierte Menschen in der Politik braucht. Die Polemik der Pole lähmt uns zu stark.

Was machst du alles rund um die Wahlen?
Lea Schütz: Rund um die Wahlen gibt es sehr viel zu tun: Wir suchen Kandidierende, erstellen die Liste, reservieren Plakatstellen, organisieren Standaktionen und verteilen Material. Dazu kommt Koordinationsarbeit im Vorstand und im Wahlausschuss. Wichtig ist mir auch die Präsenz auf Social Media: Ich möchte Politik sichtbar machen und besonders junge Menschen motivieren, sich dafür zu interessieren und wählen zu gehen
Alois Studerus: Ich helfe mit, die Wahlen für unsere Partei im Wahlkreis zu organisieren. Das geht von der Kandidierendensuche über das Zusammenstellen des Parteiprogramms bis zum Organisieren von persönlichen Wahldrucksachen und Standaktionen. Persönlich verteile ich Wahlwerbung in Briefkästen und spreche mein Umfeld an – und empfehle allen, wählen zu gehen.

Warum lohnt sich das für dich?
Lea Schütz: Für mich lohnt sich politisches und freiwilliges Engagement immer. Es ist wichtig für das Zusammenleben und es bringt Menschen mit ganz unterschiedlichen Hintergründen miteinander in Kontakt. Genau dieser Austausch ist für mich sehr wertvoll.
Alois Studerus: Ich trage dazu bei, dass die demokratischen Kräfte gestärkt und der Zusammenhalt in unserer Gesellschaft gefördert wird. Zudem kann ich etwas an die Gemeinschaft zurückgeben.

PS: Und à propos Freiwilligenarbeit: Wer selbst noch aktiv werden möchte, hat bald eine gute Gelegenheit. An der Freiwilligenmesse am Freitag, 27. März 2026, 16–19 Uhr in Steffisburg kannst du verschiedene Engagements kennenlernen und direkt mit Organisationen ins Gespräch kommen.

Innovation ⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠

Erst gemeinsam schauen, dann gemeinsam streiten

Politische Diskussionen beginnen oft damit, dass alle schon eine Position haben. Ein Film funktioniert anders: Er schafft zuerst eine gemeinsame Erfahrung.

Genau das interessiert uns. Gemeinsam mit dem Jugendparlament Thun zeigen wir am 9. Juni, 18 Uhr, im Kino Rex «Die göttliche Ordnung» und diskutieren danach darüber, wie sich Demokratie weiterentwickelt – und was politische Veränderungen überhaupt möglich macht. 

Der Film führt zurück in die Schweiz vor dem Frauenstimmrecht. Er zeigt, wie umkämpft politische Teilhabe war – und wie langsam demokratischer Fortschritt oft verläuft. Gerade darin liegt die Stärke dieses Formats: Ein Film schafft einen gemeinsamen Ausgangspunkt für das Gespräch über Demokratie heute.

Digitale Teilhabe ⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠

Wusstest du?

Die Sessionen des Grossen Rates des Kantons Bern können live im Internet mitverfolgt werden. Wer wissen will, wie im Kantonsparlament diskutiert und entschieden wird, kann die Beratungen in Echtzeit auf der Website des Grossen Rates verfolgen. Später sind dort auch Videos, Wortlautprotokolle und Abstimmungsprotokolle online abrufbar.

Für uns ist das ein gutes Beispiel dafür, was digitale Teilhabe heute bedeuten kann: Politik ist nicht nur für jene zugänglich, die vor Ort im Rathaus sitzen. Sie lässt sich auch von zuhause aus mitverfolgen – vorausgesetzt, man weiss, wo und wie. Gerade deshalb finden wir es wichtig, solche digitalen Zugänge sichtbar und verständlich zu machen.

Digital dazulernen

Digital reisen im In- und Ausland
Donnerstag, 26. März 2026, 19 Uhr | Begegnungszentrum 
hilfe@generationentandem.ch | 079 836 09 37     
Kosten: 30 Franken pro Kurs (für Mitglieder: 20 Franken)
Weitere Kurse: Hier.

Café digital
Donnerstag, 2. April 2026, ab 16 Uhr | Begegnungszentrum