Alle kommenden Veranstaltungen von UND Generationentandem findest du hier.

Beziehungen sind das unsichtbare Band, das uns zusammenhält – ob als treue Begleitung, gelebte Verantwortung oder respektvoller Dialog. Manchmal selbstverständlich, manchmal fordernd, doch immer verbindend.

Die folgenden Beiträge laden ein, diese Verbindungen neu zu entdecken: von der stillen Fürsorge unter Geschwistern bis hin zu den grossen Fragen der Generationenforschung.

Wenn Glaube und Wissenschaft sich begegnen

Im Beitrag «Religion – Wissenschaft oder Lebenssinn?» kommen Viktoria Vitanova, Religionswissenschaftlerin, und Werner Kaiser (87), langjährig Glaubender, ins Gespräch. Sie tauschen sich aus über persönliche Prägungen, die Suche nach Objektivität und die Frage, ob man Religion verstehen kann, ohne selbst zu glauben. Ein respektvoller Dialog, der zeigt: Auch wenn die Zugänge unterschiedlich sind – die Beziehung zum Gegenüber und die Suche nach Sinn verbinden.

Zum Lesen: Hier.

Idealismus ohne Altersgrenze

Pasqualina Perrig-Chiello und François Höpflinger gelten als die renommiertesten Generationenforscher der Schweiz. Im Generationentalk diskutieren die beiden Emeriti über unsere individualistische Gesellschaft, warnen vor «sozialromantischen» Projekten und entwerfen das Bild einer alterslosen Zukunft. Ein fundierter Dialog zwischen Psychologie und Soziologie.

Zum Hören: Hier.⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠

Ein Leben lang auf Augenhöhe

Zwei Frauen, zwei Generationen, ein Thema: Das Leben mit einem behinderten Geschwister. Kathrin Häberli und Rebekka Flotron teilen im Generationentalk ihre Erfahrungen als «Geschwisterkinder» und fordern einen unverkrampften Umgang auf Augenhöhe. 

Zum Schauen: Hier.

Mehr als nur Essen

Im Begegnungszentrum von UND Generationentandem ist die Küche kein Selbstzweck, sondern ein Treffpunkt. Wo gekocht und geteilt wird, entstehen Gespräche und Verbindungen. Agnès Perrin, verantwortlich für die Gastronomie, erklärt, warum das «Wie» oft wichtiger ist als das «Was».

Als Verantwortliche für die Gastronomie organisierst du tägliche Angebote und Events. Was gehört alles zu deiner Rolle? 
Agnès Perrin: Ich erfasse Anfragen und Wünsche, plane die Räume, stelle Rezepte und Anleitungen für die Küche zusammen, organisiere den Einkauf und leite die freiwillig Engagierten an. Wichtig ist mir, dass bei der Durchführung alle mitmachen und niemand allein gelassen wird.

In letzter Zeit haben wir neue Angebote wie Wienerli im Teig, Tagessalat oder Calzone eingeführt. Wie sind diese Ideen entstanden? 
Das liegt an der wachsenden Nachfrage: Immer mehr Menschen wünschen sich eine Kleinigkeit zum Essen. Da wir die Infrastruktur eines Restaurants haben, liegt das nahe. Unsere Angebote wirken synergetisch – vom Mittagstisch über Burger und Pizza bis zu den Tagessuppen. Da wir keine Profis sind, entwickeln wir neue Ideen wie die Wienerli im Teig so lange weiter, bis sie einfach zu handhaben sind und trotzdem unserer Qualität entsprechen. Ursprünglich haben wir sie nur beim Kerzenziehen in Bern angeboten.

Die Calzone entsteht aus Resten vom Pizzaabend. Wie kam es dazu? 
Man weiss nie genau, wie viele Personen kommen, deshalb bleiben nach einem Pizzaabend oft Teiglinge und Gemüse übrig. Diese müssen schnell verarbeitet werden, denn bis zum nächsten Pizzaabend wären sie nicht mehr gut. Den Teig roh einzufrieren, kommt für mich nicht infrage. Calzone hingegen können fertig gebacken, tiefgekühlt und bei Bedarf einfach wieder aufgetaut und genossen werden. So wird nichts verschwendet.

Was ist dir persönlich wichtig beim gastronomischen Angebot? 
Die Qualität muss stimmen, und es soll möglichst einfach bleiben – am liebsten mit vielen Gelegenheiten zum Mitmachen. Denn das gemeinsame Essen ist für mich wichtiger als die Einzigartigkeit der Gerichte. Es geht um die Beziehung am Tisch.

Hast du ein Lieblingsangebot? 
Den Mittagstisch. «Zäme ässe» ist, wie gesagt, das Wichtigste. Da darf es sogar etwas sein, was man nicht unbedingt am liebsten mag – Hauptsache, wir sind zusammen.

Fun, Friends, Fulfillment⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠

Was hält engagierende Menschen zusammen? Oft sind es die drei «F»: Fun (Spass an der Aufgabe), Fulfillment (das Gefühl, Sinnvolles zu tun) und ganz besonders Friends. Denn im gemeinsamen Tun entstehen Beziehungen, die über die eigentliche Tätigkeit hinausgehen – manchmal sogar über Generationengrenzen hinweg.

Dass solche Freundschaften kein Zufall, sondern das Ergebnis von bewusster Begegnung sind, zeigt ein Beitrag von SRF 1. Darin erzählen Fritz Zurflüh (69) und Noah Werder (24) von ihrer Freundschaft, die über UND Generationentandem entstand. Sie sprechen über den regelmässigen Austausch, das gegenseitige Lernen und warum der Altersunterschied in ihrer Freundschaft kaum eine Rolle spielt. 

Zum Lesen und Hören: Hier. 

Innovation⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠

Konsens suchen – Konsens finden!

Beziehungen können sich besonders dort bewähren, wo Meinungen auseinandergehen. Wie bleibt man im Gespräch, wenn die Positionen unterschiedlich sind, und wie findet man einen Weg, den alle mittragen können? Die Suche nach Konsens ist mehr als ein Kompromiss – sie ist gelebte Beziehungsarbeit und respektvolles Aushandeln.

Der nächste Workshop der Reihe «DiaLogisch», «Konsens suchen – Konsens finden!» am 21. Mai, liefert dazu konkrete Impulse und zeigt, wie aus unterschiedlichen Stimmen eine gemeinsame Haltung werden kann.

Weitere Infos und Anmeldung: Hier.

Digitale Teilhabe⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠

Neue Partnerschaft in Belp und Helfer:innen gesucht

Digitale Teilhabe lebt von Beziehungen. Darum starten wir neu mit dem Frohsinnkultur Belp eine Partnerschaft, um unsere Technikhilfe auch nach Belp zu bringen.

Kennst du jemanden, die Lust auf einen kleinen Nebenjob hat? Wir suchen junge Leute (16–25 Jahre), die bei uns als Technikhelfer:innen einsteigen. Es geht um konkrete Hilfe bei Smartphone und Co. – und natürlich um den Austausch zwischen den Generationen.

Hast du selbst Lust oder weisst du jemanden, für den das perfekt wäre? Leite diese Infos gerne weiter!

Alle Details und Anmeldung: Hier.

Programm