Alle kommenden Veranstaltungen von UND Generationentandem findest du hier .

Verbrechen faszinieren, doch hinter jedem Fall stehen Menschen – Opfer, Täter und jene, die über Recht und Ordnung wachen. Die Justizreihe lädt ein, hinter die Kulissen der dritten Gewalt zu blicken: vom menschlichen Massstab im Strafvollzug über die Verantwortung eines Generalstaatsanwalts bis hin zu ethischen Grenzen im True Crime. 

Diese Beiträge zeigen, dass Gerechtigkeit mehr ist als nur Gesetzestexte – sie ist gelebte Verantwortung für unser Zusammenleben.

Justiz mit menschlichem Gesicht

Der Beitrag «Immer mit und für Menschen», geschrieben von Heinz Gfeller (76 ) , erzählt vom Gespräch zwischen Tabea Keller (26) und Annette Keller, ehemalige Direktorin der Justizvollzugsanstalt Hindelbank, ins Gespräch. Sie tauschen sich aus über den Wechsel vom Pfarramt in den Strafvollzug, das Prinzip der «dynamischen Sicherheit» und internationale Wahlbeobachtungen. Ein Dialog, der zeigt: Ob hinter Gittern oder im Auslandseinsatz – es geht immer um den Menschen und die Wahrung der Würde.

Zum Lesen: Hier. ⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠

Verbrechen, Strafe und Vertrauen

Michel-André Fels, ehemaliger Generalstaatsanwalt des Kantons Bern, und Elias Rüegsegger gelten als versierte Gesprächspartner für Justizthemen. Im Generationentalk im Rittersaal Schloss Thun diskutieren sie über prägende Kriminalfälle, die Unabhängigkeit der dritten Gewalt und die Notwendigkeit, trotz aller Verbrechen an eine gute Gesellschaft zu glauben. Ein fundierter Dialog zwischen juristischer Praxis und gesellschaftlicher Verantwortung.

Zum Hören: Hier.

True Crime mit Verantwortung

Zwei Generationen, ein Thema: Die Faszination für True Crime und ihre ethischen Grenzen. Sheryn Locher und Jürg Mosimann diskutieren im Generationentalk vom 27. Mai 2025, wie sich Unterhaltung mit Verantwortung vereinbaren lässt und was wahre Gerechtigkeit hinter den Kulissen bedeutet.

Zum Schauen: Hier.

Fairer Genuss mit dem «Café Surprise» 

Gerechtigkeit muss nicht immer im Gerichtssaal verhandelt werden. Sie kann auch ganz einfach im Alltag beginnen. Mit dem «Café Surprise» laden wir im Begegnugszentrum dazu ein, dieses Prinzip direkt am Theke zu leben: Wer mag, kauft einen Kaffee mehr und erhält dafür einen Strich auf der Tafel. Dieser kann später von jemandem eingelöst werden, der gerade nicht so viel Geld auf dem Konto hat. 

Es ist ein kleiner, unkomplizierter Akt des Ausgleichs. Ohne Antrag, ohne Urteil – einfach nur das Wissen, dass hier niemand ausgeschlossen wird. Ein warmer Kaffee für alle: So wird das Begegnungszentrum zu einem Ort, an dem Fairness ganz selbstverständlich gelebt wird.

Neu bei uns: Der KRAABE-Kinderstuhl

Ein praktisches und schönes Geschenk unserer Partnerin SILEA bereichert neu unsere Gastronomie: ein KRAABE-Kinderstuhl. Dieser clevere Hochstuhl aus Birken-Sperrholz wird in der Werkstatt der SILEA von Menschen mit Unterstützungsbedarf gefertigt. Er ist nicht nur robust und formschön, sondern lässt sich platzsparend zusammenklappen – ideal für unser Begegnungszentrum.

Mit diesem Stück aus Thuner Produktion wird die Zusammenarbeit mit der SILEA im Alltag direkt sicht- und nutzbar. Wer mehr über die Hintergründe dieser sozialen Produktion und die neue Boutique der SILEA erfahren möchte, liest hier weiter:

Zum Lesen: Hier.

Vielfalt an jedem Tisch: Verena Nietlispach über das Sprachcafé im Begegnungszentrum

Verena Nietlispach ist die Gründerin des Sprachcafés im Begegnungszentrum von UND Generationentandem. Vor nicht ganz zehn Jahren besuchte sie einmal ein Sprachcafé. Als Elias Rüegsegger sie einmal darauf ansprach, was UND Generationentandem anbieten könnte, kam sie auf diesen Gedanken zurück. «Ja, ein Sprachcafé wäre noch gut.»

Italienisch, Englisch, Spanisch, Französisch – diese Sprachen werden an jedem Sprachcafé gesprochen. Aber das sind nicht die einzigen Sprachen. Manchmal kommt eine Finnin vorbei und spricht mit Verena auf Finnisch. Ursprünglich kam eine japanische Frau wegen des Deutschen zum Sprachcafé, aber sie begegnete einer Norwegerin, mit der sie sich dann in ihren Sprachen austauschte. Aus der Spanisch-Gruppe ist der Ciné-Club entstanden.

«Immer wieder wird Rätoromanisch gesprochen.» Der rätoromanische Filmabend lief sehr gut. Da kamen sogar einige mit rätoromanischer Muttersprache vorbei. Verena hatte selbst mal Rätoromanisch gelernt und äussert, dass sie sich freut, wenn sie mal mit jemandem am Sprachcafé sprechen könnte.

Das Liebste am Sprachcafé ist: «Wenn ich an den Tischen vorbeischaue und sie sind so vertieft in ihr Gespräch und lernen einander kennen. Da wird diskutiert. Das gefällt mir.»

Das Sprachcafé in Worten: «Supergut, très bien, very good, bunisch, muy bien.»

Das Gespräch führte Rebecca Horner (24).

Generationenleitbilder: Vom Papier ins Dorfleben

UND Generationentandem begleitet Gemeinden im Prozess zu Generationenleitbildern. Im Unterschied zu Altersleitbildern stellen Generationenleitbilder das Zusammenleben der gesamten Bevölkerung ins Zentrum.

2022 startete ein zweijähriger Prozess in den Gemeinden Hilterfingen, Oberhofen und Heiligenschwendi; seit Anfang 2026 sind wir auch in der Gemeinde Heimberg engagiert. Was ist in den Gemeinden am Thunersee bereits geblieben, und was ist in Heimberg geplant?

Im Gemeindeverbund Hilterfingen, Oberhofen und Heiligenschwendi verantworten eine Koordinationsstelle und ein Generationenrat die partizipativ erarbeiteten Ideen zur Stärkung des Zusammenlebens. Ein Pingpong-Tisch, individuelle Technikhilfe, ein digitaler Dorfplatz und regelmässige Tanzabende bereichern seither das Dorfleben. Weitere Informationen finden Sie auf der Projektwebsite: https://www.generationen-miteinander.ch

In Heimberg befinden wir uns in der Startphase: In Gesprächen haben wir Erwartungen an das Generationenleitbild und Vorstellungen zum Zusammenleben im Dorf gesammelt. Der Prozess wird gemeinsam mit dem Ausschuss für Generationenfragen geführt. In einem Workshop mit Gemeindevertreter:innen werden nun Handlungsfelder definiert, damit möglichst rasch mit der Erarbeitung konkreter Umsetzungsideen gestartet werden kann.

Denn ein Leitbild soll leben und nicht in der Schublade verschwinden. Wir halten Sie auch auf diesem Kanal auf dem Laufenden.

Digitale Teilhabe⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠

Rechtssicherheit im digitalen Nachlass

Unser Leben findet zunehmend online statt – doch was passiert mit Konten, Fotos und Clouds nach dem Tod? In der Schweiz sind nur Daten auf physischen Geräten automatisch vererbbar; virtuelle Daten erfordern aktive Regelungen. 

Kursleiter Nicolas Berger erläutert die rechtliche Situation, zeigt Schritt für Schritt, wie man den digitalen Nachlass sicher organisiert, und klärt über die Möglichkeiten von Angehörigen auf. Ein wichtiger Beitrag zur persönlichen Vorsorge und rechtlichen Klarheit im digitalen Zeitalter.

Passend dazu unser Lesetipp: «Digitale Spuren – wer regelt sie?» – Ein praktischer Leitfaden zur Vorsorge für den eigenen digitalen Fussabdruck. Zum Lesen: Hier.

Programm

Inserat

«amusebike» – Der E-Bike-Kurs für Menschen 50+

Die «amusebike»-Ausfahrten bieten 2,5 Stunden Fahrspass, praktische Übungen für mehr Sicherheit im Verkehr und einen geselligen Abschluss. Das Angebot richtet sich an Personen ab ca. 50 Jahren – ob Wiedereinsteiger:in oder erfahrene:r Fahrer:in. Die Teilnahme ist kostenlos.

Nächste Termine:

  • Thun: Do, 21.05.2026, 14.00–16.30 Uhr | Treffpunkt: Eingang Strandbad
  • Steffisburg: Di, 26.05.2026, 09.00–11.30 Uhr | Treffpunkt: Parkplatz Werkhof

Mitbringen: Eigenes E-Bike, Helm und erste Fahrerfahrung.

Anmeldung und Infos: www.amusebike.ch