Alle kommenden Veranstaltungen von UND Generationentandem findest du hier.

… und ein kleiner Ausblick

Bildung bedeutet für uns, die Vergangenheit zu verstehen, um die Zukunft zu gestalten. Die folgenden Beiträge zeigen, wie historische Brüche und der Mut zum «Nichtwissen» unseren Horizont erweitern. Sie laden ein, eigene Gewissheiten zu hinterfragen und lernen uns, dass wahre Bildung immer auch ein Akt der Selbstbestimmung ist.

Schule als Spiegel der Gesellschaft

Der Beitrag von Rebecca Horner (25) mit Bildungshistoriker Lucien Criblez zeigt, wie sich die Lehrerbildung vom konfessionsgeprägten Seminar zur modernen Hochschule entwickelte. Er macht deutlich, dass sich die Ausbildung immer als Spiegel der Gesellschaft verändert hat – von der Schulpflicht bis zum individualisierten Unterricht von heute.

Zum Lesen: Hier.

Zwei Frauen brechen das Schweigen

Im Generationentalk vom 26. Juni 2026 durchbrechen Elisabeth Meister und ihre Tochter Michelle Dreifuss das Schweigen über ihre 18-jährige Trennung durch fürsorgerische Zwangsmassnahmen. Ihr bewegender Dialog zeigt, wie persönliche Aufarbeitung und das Benennen historischer Unrechte zu einem essenziellen Lernprozess für die gesamte Gesellschaft werden.

Zum Schauen: Hier.

Vergangenheit und Zukunft im Dialog

Im Generationentalk vom 31. Januar 2023 trafen Archäologin Andrea Schär und Zukunftsforscher Joël Luc Cachelin aufeinander – eine spannende Reise durch die Zeit. Statt klarer Antworten lernen wir von ihnen, mit dem «Nichtwissen» zu leben und zu verstehen, warum die Erforschung der Vergangenheit der Schlüssel für unsere Zukunft ist. Ein Gespräch, das zeigt: Wahre Bildung entsteht genau in dieser Spannung zwischen «was war» und «was kommt».

Zum Hören: Hier.

Lernen geht auch anders

Wenn wir von Bildung sprechen, denken wir – besonders in der politischen Debatte – meist direkt an Schule. Doch Bildung passiert nicht nur im Klassenzimmer, das soll sie auch gar nicht. Die öffentliche Schule sieht das genauso: Viele Oberstufenschüler:innen erleben das in der Landschulwoche, und am Gymnasium Thun gehört ein mindestens zweiwöchiges Praktikum fest zur Schulzeit dazu.

So kam Anfang Juli Lenny zu uns. Zwei Wochen lang packte er vor allem in der Küche mit an: Er backte Cakes, rüstete den Tagessalat und half überall dort aus, wo er gerade gebraucht wurde. «Es war abwechslungsreich und hat Spass gemacht – am besten gefiel mir das Backen», meinte er zum Abschied. Darüber haben wir uns natürlich sehr gefreut.

Denn am Ende zeigt genau das, was Bildung auch sein kann: Einfach mal Neues ausprobieren, eigene Erfahrungen sammeln und merken, wie schön es ist, etwas mit den eigenen Händen zu schaffen.

Am besten lernt man ja beim (gemeinsamen) Tun

Als freiwillig Engagierte bei UND Generationentandem lernen wir ständig von- und miteinander.

So haben sich die Gastgeber:innen in den letzten Wochen miteinander in das neue Kassensystem im Begegnungscafé eingearbeitet. Und auch bei der Organisation von Kursen und Veranstaltungen lernen Jüngere und Ältere immer wieder voneinander. Dieser Teil der Freiwilligenarbeit – das Lernen durch Begegnung – geht oft vergessen. Dabei sind das die besten Gelegenheiten, fürs Leben zu lernen: den Horizont zu erweitern, neue Perspektiven einzunehmen und auch Konflikte zu lösen.

Dank einer Projektförderung der Beisheim Stiftung machen wir diese Kompetenzen aktuell bewusst sichtbar.

Sammeln und weitergeben

Seit einigen Jahren besucht unsere Gruppe wohnenUNDleben (Erika Kestenholz, Tom Ammann, Thomas Eichkorn und Elisabeth Zellweger) innovative Wohnbauprojekte. Das gesammelte Wissen gibt das Team heute gezielt weiter – aktuell als Berater:innen für die Innenraumplanung des Areals Bostudenzelg in Thun.

Beim Mitwirkungsanlass – wir waren da unterstützend dabei, organisiert wurde er von der tollen Organisation SpielRaum aus Bern – vor einigen Wochen zeigte sich: Der Wunsch nach Gemeinschaftsräumen wie Ateliers oder Werkstätten ist gross. Hier kann wohnenUNDleben seine Erfahrung konkret einbringen: Räume, die nur für einen Zweck gedacht sind, funktionieren selten. Die Gruppe plädiert deshalb klar für eine flexible, multifunktionale Nutzung.

Für uns ist auch das Bildung: Durch Hingabe und Anschauen vor Ort Wissen aufbauen, es bündeln und damit konkrete Projekte für das Zusammenleben von morgen mitgestalten.

Digitale Teilhabe⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠

Digitales Wissen – doppelt gedacht

Wer in den letzten Jahren unsere Kurse zu digitalem Wissen besucht hat, traf vorne meist auf dieselben vertrauten Gesichter: Daniel, Simeon und Marianne. Das hat sich dieses Jahr verändert, denn Daniel und Simeon hat es weitergezogen. Seither stehen neue, junge Menschen vorne und geben ihr Wissen weiter.

Vielleicht waren sie bei ihren ersten Einsätzen noch etwas schüchtern – aber das ging damals auch Daniel und Simeon nicht anders. Mit der erfahrenen und professionellen Unterstützung von Marianne Scheuter wachsen die neuen Kursleiter schrittweise in ihre Aufgabe hinein.

Genau das ist für uns auch Bildung: Bei UND Generationentandem lernen nicht nur die Teilnehmer:innen Neues über die digitale Welt. Wir bieten auch Raum, in dem junge Menschen lernen, Wissen weiterzugeben, Verantwortung zu übernehmen und vor Gruppen zu sprechen. Eine Praxis-Ausbildung im besten Sinne – von der letztlich alle Generationen profitieren.

Programm