Liebe Freund:innen
Am Samstagabend sassen Heidi Bühler-Naef, Elias Rüegsegger und ich kurz zusammen. Wir überlegten: Was kommunizieren wir den Medien am Sonntag um 15 Uhr, am Ende des Festivals?
Wir wussten: Die Zahlen werden passen. Wir schätzten 5'000 bis 6'000 Besucher:innen. Das Eintrittssystem lief solide, der Foodbereich auch. Doch ist das der Erfolg? Wollen wir primär das erzählen?
Nein. Der Titel der Medienmitteilung, die am Sonntag um 15.30 Uhr rausging und von Radio BeO aufgenommen wurde, erwähnte dann auch nicht «5500 Besucher:innen», sondern: «Thun en famille: UND Generationentandem schafft Gemeinschaft» .
Das Wichtigste lässt sich in Zahlen ausdrücken.
Es zählt der Moment an der Kasse, wenn die Person hinter dem Tisch nicht nur den Eintritt verkauft, sondern fragt: «Worauf freuen Sie sich besonders?». Es zählt die Szene mit der Drehorgel, wo eine Gruppe Kinder und ein paar Erwachsene fünf Minuten lang gebannt zusehen, wie die Walze die Pfeifen ansteuert. Es zählt der Schriftzug, der an der Aussenbühne von einem Lautsprecher abgedeckt und deshalb mit Klebstreifen nachgeschrieben wurde. Das Generationenfestivals war nicht perfekt, aber es zeigte: Hier sind Menschen am Werk.
Es zählt das Gefühl, in einer grossen Stube zu sein. Das Leintuch mit dem Wort «Mitenand» war nicht nur eine Dekoration, sondern Stimmungsbild des Festivals und Vision von UND Generationentandem.
Die 5500 Besucher:innen des Generationenfestivals werden im Jahresbericht stehen. Die Einnahmen in der Bilanz. Was bleibt, sind die Gespräche und das Wissen: Wir haben drei Tage lang Gemeinschaft gelebt. Das war der Erfolg.
Danke an alle, die diese «Stube» mitaufgebaut haben. Wir freuen uns auf 2027 und aufs Generationenfestival vom 10. bis 12 September.
Herzlich,
Rebekka Flotron (31)
Mitarbeiterin Kommunikation und Redaktion